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Medienmogul Adobe
21.10.2009 19:51
Softwareunternehmen Adobe auf einer Medienmesse? Für Wolfgang Soritsch, Country Manager von Adobe Österreich nichts Ungewöhnliches, denn Adobe Produkte sind in der Medienproduktion in erster Reihe präsent. Computer.at hat sich umgesehen, was Adobe sonst noch Neues bietet.

Ganze 3 Tage lang bot die diesjährige Medienmesse in Wien 120 Ausstellern eine Präsentationsfläche. Neben heimischen Mediengrößen wie der Kronenzeitung, dem Standard oder Presstext fanden sich auch Softwareunternehmen wie video2brain oder Adobe. Nicht ohne Grund auf einer Medienmesse, wie Wolfgang Soritsch, Country Manager von Adobe Systems Austria bereits im Vorfeld bemerkte, denn: „Adobe nimmt bei der Medienproduktion eine führende Rolle ein. Viele Bilder, die in Zeitschriften, auf Werbeplakaten oder in Anzeigen, Filmen, im Fernsehen oder auf allen digitalen Medien veröffentlicht werden, wurden von einem Adobe Produkt bearbeitet.“ Auch computer.at war vor Ort und erfuhr im Gespräch mit Adobe einige wissenswerte Details über zukünftige Produkte und bereits bestehende Services.  So stelle Adobe seine Webseite www.acrobat.com vor, wo es ab sofort möglich ist, nach einer kurzen und kostenlosen Registrierung online PDF-Files zu erstellen. Der große Vorteil der Website liegt darin, dass nicht nur typische Office-Dokumente wie .doc oder .xls als PDF umgewandelt werden können, auch Bilder die im .jpg-Format vorliegen lassen sich konvertieren. Zusätzlich bietet Adobe jedem Nutzer bis zu 5 GB Speicherplatz damit hochgeladene Dokumente inklusive ihren PDF-Kopien erhalten bleiben. Die Files lassen sich auch für andere Nutzer freigeben ohne das diese zwingend bei Acrobat.com registriert sein müssen. Ein Klick auf „Freigeben“ genügt, und schon lasst sich der Link zu einer PDF-Datei an eine beliebige Person per Mail zusenden.
Im Rahmen von acrobat.com, bietet Adobe mit „Buzzwords“ auch einen Online-Texteditor an, der neben Grundfunktionen wie Änderung der Schrift, Erstellen von Tabellen oder Einfügen von Bildern auch den Export der Datei in verschiedene Formate, darunter pdf, doc, zip, txt oder xml unterstützt. Natürlich kann das Dokument auch online gespeichert und freigegeben werden.
 
Adobe gegen Softwarepiraten
 
Auch zum Flaggschiff der Adobe-Produktlinie, Adobe Photoshop, konnte computer.at Neues in Erfahrung bringen. Zwar konnten oder durften noch keine wesentlichen Details weitergegeben werden, man ließ aber durchblitzen, dass hinter den Kulissen bereits an der Fertigstellung von Photoshop CS5 gearbeitet wird. „Im nächsten halben Jahr ist aber kein neues Release zu erwarten.“, gab sich Robert Geiger von Adobe zurückhaltend, lediglich mit einer vereinfachten Menüführung und verbesserten Werkzeuge dürfe in CS5 bereits jetzt gerechnet werden. Auch zum Thema Preisgestaltung und Softwarepiraterie waren Geiger einige Worte zu entlocken. So verteidigte er den hohen Preis von Photoshop CS mit der hohen Professionalität des Programmes. „Die Anwender von Photoshop CS sind in erster Linie Profifotografen und Designer. Und diese benötigen Werkzeuge wie Photoshop um Dinge zu gestalten, die mit anderen Programmen nicht möglich sind um sich abzuheben.“ Für Heimanwender sei ohnehin Photoshop Elements passender, so Geiger weiter. Wie hoch der Anteil der illegal verwendeten Adobe-Software sei kann niemand von Adobe einschätzen, das Unternehmen sei aber stets bemüht, illegale Kopien aufzuspüren und wenn nötig auch rechtliche Schritte einzusetzen. Geiger verriet, dass Mitarbeiter von Adobe auch auf Online-Markplätzen wie eBay unterwegs sind um verdächtig niedrig verkaufte Adobe-Software zu überprüfen. Auch Unternehmen würden überprüft werden. „Wir sehen das bei Microsoft: Wenn in einem Unternehmen mit 2000 Mitarbeitern mit Computer nur 200 Windows-Lizenzen vergeben sind, kann etwas nicht stimmen. So ähnlich verfahren wir“, meinte Robert Geiger weiter. Mittlerweile gäbe es schon Firmen, die sich darauf spezialisiert haben, den Lizenzierungsstand von Großunternehmen zu überprüfen. Obwohl viele Unternehmen zwar den Willen besitzen, alle Produkte vorschriftsmäßig zu bezahlen, verlieren viele wegen der hohen Anzahl verschiedenster Software auf den Firmenrechnern bald den Überblick. Hier kommen die Lizenzcheck-Unternehmen ins Spiel die sich darum kümmern, dass die Firmensoftware ausreichend lizensiert ist.
 
Auch wenn sich Adobe bei der diesjährigen Wiener Medienmesse mit großen Ankündigungen zurückgehalten hat, konnte sich das Unternehmen  inmitten verschiedenster heimischer Medien gut behaupten. Die riesige Anzahl verschiedener Produkte deckt vom Designer bis zum Filmemacher alle Sparten ab, kein Wunder also, dass Adobe bereits als Mogul der Medien gilt.
Verfasst von Christian Vorhemus
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