Die Handhabung der Internetsoftware zur Kommunikation und Zusammenarbeit in Echtzeit erfolgt auf intuitiver Basis, wobei die neue Kommunikationsform zunächst etwas befremdlich wirkt, urteilt pressetext. Der Einstieg in Google Wave ist einfach aber zugleich ungewohnt. Negativ fällt die Unübersichtlichkeit des Gesprächsverlaufs ins Gewicht. Die Kommunikationsstränge, eine sogenannte Wave, ähneln im Aufbau einem Baum. Durch mehrere Sub-Unterhaltungsstränge, die aus einzelnen Nachrichten bestehen, kann leicht Chaos entstehen. Besonders hilfreich für User, die in eine bestehende Wave einsteigen, ist dabei die „Playback“-Funktion, wobei Unterhaltungsstränge chronologisch nachgelesen werden können. Waves mit Tags zu kennzeichnen um die spätere Suche nach Inhalten zu erleichtern, kann ebenfalls zur Orientierung beitragen.
Service noch nicht ausgereift
Google wies von Anfang an darauf hin, dass zahlreiche Elemente noch nicht betriebsreif sind. Der Bereich „Settings“ etwa, in dem sich Privateinstellungen vornehmen lassen, ist noch komplett inaktiv. Auch die Datei-Upload-Funktion ist noch nicht nutzbar. Allein über Googles Browser Chrome können Dokumente direkt vom Desktop in die Wave gezogen und anderen zur Verfügung gestellt werden. Künftig soll diese Funktion über alle Browser möglich sein. Unklarheit besteht auch noch über die automatische Vergabe einer E-Mailadresse, denn eine E-Mailfunktion wird bislang überhaupt nicht angeboten.
Zukunftsprognose
Die angekündigte Revolution bleibt aus: die Funktionen von Google Wave bringen keine Innovationen mit sich, sondern bestehen aus Elementen altbekannter und bewährter Webdienste wie E-Mail, Instant Messaging oder Social Networking. Abzuwarten bleibt wie sich Google Wave bei Privat- sowie Businesskunden etabliert. Ob der Service nun zu neuen Ideen und regem aktiven Austausch führt, oder doch zu einem Kommunikationschaos, wird sich weisen.