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computer.at > Beiträge > Microsoft Security Essentials im Test
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Microsoft Security Essentials im Test
30.09.2009 14:24
Mit Microsoft Security Essentials will Microsoft verstärkt dazu beitragen, dass sich der einfache Heimanwender zumindest grundlegend mit einem Antivirenprogramm schützen kann. Warum dieser Einfall erst so spät kommt, bleibt aber unbeantwortet.

Anwender von Microsoft XP oder Vista kannten das Problem: Das Betriebssystem wurde ohne Antivirensoftware geliefert, sogar eine Firewall wurde Windows XP erst mit dem Service Pack 2 spendiert. Zwar bot Microsoft mit seiner „Live One Care“-Lösung bald einen vollständigen Virenschutz an, der auch andere Features wie eine Backup-Funktion an Bord hatte, richtig durchsetzen konnte sich die Software aber nie. Nun ändert Microsoft seinen Weg und stellte vor kurzem die finale Version 1.0 des kostenlosen Windows-Virenschutzes „Microsoft Security Essentials“ vor. Ziel sei es, betont Tom Köhler im Gespräch mit SPIEGEL Online, dass der normale Nutzer, auch wenn er sich keine kostenpflichtige Virenschutzlösung leisten kann oder will, trotzdem geschützt ist. Freilich, auch andere Anbieter wie Avira oder Avast haben kostenlose Antivirenprogramme im Portfolio, anders als diese soll Microsoft Security Essentials aber kompatibler mit dem Windows Betriebssystem sein und so ruhig im Hintergrund laufen, dass es zu keiner Leitungseinschränkung kommt. Auch computer.at konnte MSE testen und zog eine befriedigende Bilanz: Das Programm bringt tatsächlich nur die notwendigsten Funktionen mit und prüft ausgesprochen schnell. Zusätzlich lässt sich auch einstellen, wann das Programm eine automatische Prüfung durchführen soll oder ob täglich ein Wiederherstellungspunkt gesetzt wird. Außerdem kann Security Essentials durch das so genannte Dynamic Signature Service Informationen über verdächtige Programmabläufe am eigenen PC an Microsoft senden, wodurch auch andere Nutzer von MSE in Folge gewarnt werden. So sollen neue Viren schneller erkannt und Nutzer schneller geschützt werden.
 
Offen bleibt die Frage, warum Microsoft erst jetzt ein kostenloses Antivirus-Tool auf den Markt bringt. Gerade durch die oft haarsträubenden Sicherheitslücken in Windows XP und auch Vista hätten so womöglich mehr Nutzer weltweit vor Viren geschützt werden können. Microsoft will Security Essentials trotzdem nicht auf Vista vorinstallieren. Der offizielle Grund: Microsoft will Anbietern kommerzieller Virenschutzlösungen keine Konkurrenz machen. Der womöglich inoffizielle Grund: Die EU-Kommission könnte darin ähnlich wie beim vorinstallierten Internet Explorer einen Missbrauch der Markstellung von Microsoft sehen.
Verfasst von Christian Vorhemus
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