Das von den zwei Wienern Sebastian Heinzel und Alexander Trieb entwickelte Portal www.tripwolf.com ging vor einem Jahr mit dem ehrgeizigen Ziel „Europas führendes Portal für Reisende“ zu werden online und hat bis jetzt eine durchaus positive Bilanz zu verzeichnen. Um die zwei Millionen Visits hat der "Social Travel Guide" zu verzeichnen. Die Besucher holen sich Informationen rund um das Reiseziel, das Hotel, Sehenswürdigkeiten und vieles mehr. Der Service kann mittlerweile in fünf verschiedenen Sprachen abgerufen werden, nämlich auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch. Die Trafficzahlen bestätigen auch den internationalen Erfolg: Die Zugriffe kommen zu 29 Prozent aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, zu 28 Prozent aus den USA, Großbritannien, Kanada und Australien. 16 Prozent entfallen auf Italien, Spanien und Frankreich. Mittlerweile verzeichnet der Reisewolf stolze 40.000 registrierte Mitglieder. Das Konzept von tripwolf.com besteht aus einer Mischung von Profi-Inhalten und User generated Content. Das heißt einerseits arbeitet die Plattform mit etablierten Reiseführern wie Mair Dumont (Dumont- und Marco-Polo-Reiseführer) und Footprint zusammen um deren Inhalte anbieten zu können und andererseits veröffentlichen Tripwolf-Experten, sogenannte „trip gurus“ wertvolle Tipps und auch die Kommunikation und somit der Austausch von User zu User ist sehr einfach möglich. Heinzel beschreibt das Prinzip so: „Im Prinzip läuft auf Tripwolf.com alles wie in der analogen Welt ab. Wer eine Reise plant, informiert sich nicht nur in einem Reiseführer, sondern fragt vor allem bei Freunden nach."
Die Neuerungen auf einen Blick
Die Reiseplattform arbeitete an wichtigen Details wie Schnelligkeit und Benutzerfreundlichkeit und kommt im neuen Design wesentlich moderner und vor allem gegliedert daher. Auch in Sachen Tempo konnte ein großer Schritt nach vorne gemacht werden. Ein neues Feature betrifft die nicht-registrierten Kunden, welche sich nun über die neue Funktion des "Trip-Planer" freuen dürfen, mit dem sich eine Reise samt Routenplänen, City-Tours, Profireiseführer, Communityinfos und Bildern mit einigen Klicks zusammenstellen und per Drag&Drop unkompliziert ordnen lässt.
Die Konkurrenz schläft nicht
Obwohl sich Tripwolf-Hero Heinzel sehr optimistisch gibt und sich schon heute als europaweiter Marktführer in der Kategorie Online-Reiseführer sieht, darf man nicht vergessen, dass dieser Markt heiß umkämpft ist und ständig neue Anbieter aus dem virtuellen Boden sprießen. Sowohl www.holidaycheck.de als auch www.tripadvisor.de begannen als Hotelbewertungsseiten, aber sind längt nicht mehr nur das. Beide bieten ein umfangreiches Repertoire an Services an und können sich über monatliche Zugriffszahlen im Millionenbereich freuen. Tripadvisor kann mit knapp 30 Millionen Klicks pro Monat glänzen, während tripwolf.com hier bei rund zwei Millionen Zugriffen steht. Eine der oder wenn nicht sogar die größte Reiseseite ist allerdings die „Beliebteste Reise Seite 2008" www.expedia.de. Tripwolf ist zweifellos am österreichischen Markt die erfolgreichste Seite ihrer Art aber europaweit wird sich erst in den nächsten Jahren zeigen, ob die Seite Bestand hat. Der eingeschlagene Weg ist allemal ein guter.
Der Wolf und das iphone
Das Portal steht seit Juni 2009 auch als iphone Application zur Verfügung und kann von jedem kostenlos auf das iphone geladen und benutzt werden. Das bietet dem User maximale Flexibilität, denn er kann sich vor Ort oder unterwegs, also sehr unabhängig über mögliche sehenswerte Plätze, empfehlenswerte Restaurants oder ähnliches erkundigen. Bei der Frage, was tripwolf von der Konkurrenz unterscheidet, artet Heinzel genau mit diesem i-phone App auf, welches als eines der wenigen Reise-Portale den kompletten Service für das i-phone anbietet. Gerade einmal expedia.de bietet ein ebenso lückenlose App an, danach muss man schon genauer suchen. Von tripadvisor.de gibt es bloß den mageren „Local Picks“, welcher die besten Restaurants in der Nähe anzeigt und stellt damit einen recht netten Service dar aber mit Reiseführung à la gewünschter „all inclusive“ hat das nicht viel zu tun. Plattformen wie holidaycheck.de oder auch checkfelix.com stecken, was diese Entwicklung angeht, noch im Schlafsack und lassen sich mit der iphone Application ordentlich Zeit. Erwähnt werden muss an dieser Stelle das erfolgreiche Autorenpärchen Tony und Maureen Wheeler, die mit ihrer Firma Lonely Planet zwar nicht zu den Online-Reiseführer zählen, aber dennoch ein hervorragendes iphone App ihrer Offline-Reiseführer anbieten.