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Weiterer Dämpfer für MySpace
07.09.2009 14:11

Nachdem Facebook dem sozialen Netzwerk MySpace in vielen Regionen bereits den Rang abgelaufen hat, wurde MySpace nun erstmals auch vom Microbloggingdienst Twitter überholt. Eine Umpositionierung der Unternehmenslinie soll MySpace vor dem Abwärtstrend retten, hofft Konzernchef Murdoch.


In den meisten europäischen Ländern ist Facebook bereits Marktführer im Bereich der Social Networks. Während Facebook seine Userzahlen stetig steigern kann, fallen jene des ehemaligen Networking-Führers MySpace in den Keller. Aber nicht nur Facebook steht im Konkurrenzfeld von MySpace: laut einer Erhebung von Hitwise erzielte Twitter erstmals in Großbritannien höhere Userzahlen als das soziale Netzwerk von Rupert Murdoch.

 

Vorsprung sogar noch deutlicher

 

Twitter könnte sogar einen noch deutlicheren Vorsprung auf MySpace haben, als aus der Studie von Hitwise hervorgeht. In den Erhebungen von Hitwise wurde nur der Traffic auf den Hauptseiten berücksichtigt, Zugriffe über diverse Applikationen oder Handys wurden außer Acht gelassen. Zwar hat auch MySpace mobile Zugriffe, jedoch sind diese aufgrund der einbrechenden Zahlen geringer als jene von Twitter einzuschätzen. Neben kontinuierlichem Nutzerabbau plagen den Konzern von Murdoch noch weitere Sorgen: Stellenkürzungen und ein schwaches Anzeigengeschäft stehen auf der Tagesordnung. Aus diesem Grund plant Murdoch Umstrukturierungsmaßnahmen.

 

Trendwende bei MySpace

 

Eine neue Positionierung soll MySpace zur Trendwende verhelfen. In Zukunft will sich die Plattform insbesondere im Entertainmentsektor etablieren. Ob der Aufschwung wirklich gelingt, kann an dieser Stelle noch nicht prognostiziert werden. Dafür sprechen würde ein Faktor für die schlechte Performance von MySpace. Da MySpace als Zielgruppe jüngere User anstrebt und diese in den Ferien eher weniger Zeit vor dem PC verbringen, könnten die Nutzerzahlen zu Schulbeginn wieder ansteigen. Twitter hingegen zieht eher Erwachsene bzw. Berufstätige an, die die Plattform zu jeder Jahreszeit in gleichem Maße nutzen.

Verfasst von Kathrin Liener
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